Key Visual zu Branchentrends bei Luftsensoren 2026

In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt der Luftsensorbranche schrittweise von der Frage „Kann gemessen werden?“ hin zu „Wie präzise wird gemessen, wie korrekt wird installiert und wie zuverlässig lässt sich die Sensorik langfristig in Regel- und Steuerungssysteme integrieren?“ verlagert. Im Jahr 2026 zeigt sich die deutlichste Veränderung nicht in der Ablösung eines einzelnen Messprinzips, sondern in den gleichzeitig steigenden Anforderungen an szenariobasierte Erfassung, regulatorische Eignung, geschlossene Systemregelung und langfristige Betriebsstabilität. [3][4]

Auch auf der Nachfrageseite ist die Innenraumluftqualität längst kein Randthema mehr. Die US-amerikanische EPA weist darauf hin, dass Menschen im Durchschnitt rund 90 % ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, während die Konzentration bestimmter Innenraumschadstoffe häufig das 2- bis 5-Fache typischer Außenluftwerte erreichen kann. Damit werden Luftsensoren zunehmend von einem reinen Monitoring-Zubehör zu einem zentralen Bestandteil von Wohngebäuden, Büroflächen, Schulen, Krankenhäusern, Hotels sowie HVAC- und Lüftungsregelungen. [1][2]

Expositionsszenario
90%
Laut EPA verbringen Menschen im Durchschnitt rund 90 % ihrer Zeit in Innenräumen.[1]
Schadstoffniveau in Innenräumen
2–5×
Die Konzentration bestimmter Innenraumschadstoffe kann das 2- bis 5-Fache typischer Außenluftwerte erreichen.[1]
Anteil des Gebäudesektors am Energieverbrauch in der EU
~40%
Gebäude stehen in der EU für rund 40 % des gesamten Energieverbrauchs.[5]
HVAC / Warmwasser am Energieverbrauch privater Haushalte in der EU
~80%
Rund 80 % des Energieverbrauchs privater Haushalte in der EU entfallen auf Heizung, Kühlung und Warmwasser.[5]

I. Überblick: Sechs hochwahrscheinliche Entwicklungsrichtungen der Luftsensorbranche im Jahr 2026

Auf Grundlage derzeit öffentlich zugänglicher Informationen lassen sich für 2026 mindestens sechs hochwahrscheinliche Entwicklungsrichtungen ableiten: die Institutionalisierung der IAQ-Überwachung, die Integration in die Gebäudeautomation, das schnelle Wachstum der Kältemittelleckageerkennung, ein professionelleres Verständnis von CO₂-Messdaten, die weitere Verschärfung von Umweltstandards in China sowie eine Wettbewerbsdynamik, die sich vom Einzelbauteil hin zur plattformbasierten Szenariokompetenz verlagert. Besonders relevant erscheinen dabei zwei kommerzielle Hauptlinien: IAQ im Gebäudebereich und die Detektion von Kältemittelleckagen. [3][5][6][7]

Dimension Schlüsselsignal Daten / Schlussfolgerung Bedeutung für die Branche
Innenraumexposition Hoher Aufenthaltsanteil in Innenräumen, Belastung oft über Außenluftniveau EPA: ca. 90 % der Zeit in Innenräumen; bestimmte Innenraumschadstoffe erreichen 2–5× typische Außenluftwerte[1] IAQ-Monitoring entwickelt sich von einer optionalen Funktion zu einer zentralen Anforderung
Gebäudeenergieverbrauch in der EU Gebäude und HVAC sind eng mit Energieeffizienzzielen verknüpft Gebäude verursachen in der EU rund 40 % des Energieverbrauchs und 50 % des Erdgasverbrauchs; private Haushalte nutzen rund 80 % ihrer Energie für Heizung, Kühlung und Warmwasser[5] Luftsensoren werden verstärkt in die Gebäude- und Regelungstechnik integriert
Marktprognosen Dritter IAQ / AQMS mit anhaltendem Wachstum FBI: IAQ-Monitoringsysteme von USD 2,33 Mrd. (2025) auf USD 4,32 Mrd. (2034); MarketsandMarkets: AQMS von USD 4,9 Mrd. (2023) auf USD 6,9 Mrd. (2028), CAGR 7,0 %[8][9] Es handelt sich nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern um strukturelles Wachstum im mittleren Zeithorizont
US-Kältemittelregulierung Erweiterte Anforderungen an Leckage-Reparatur und automatische Detektion EPA-Final Rule: Geräte ab 15 lbs mit HFC bzw. Ersatzstoffen und GWP > 53 unterliegen entsprechenden Anforderungen; für bestimmte Systeme ab 1.500 lbs ist automatische Leckageerkennung vorgeschrieben[6] A2L- und Kältemittelleckagesensorik wird zu einem wichtigen neuen Wachstumsfeld
Chinesische Umweltstandards Langfristige PM2.5-Ziele werden weiter verschärft MEE: landesweiter PM2.5-Jahresmittelwert von 68 μg/m³ (2013) auf 28 μg/m³ (2025); in Phase 2 des neuen Standards wird der sekundäre PM2.5-Jahresgrenzwert ab 2031 auf 25 μg/m³ gesenkt[10][11] Die Nachfrage nach feineren, häufigeren und stärker automatisierten Messungen nimmt zu

II. Erste Hauptlinie: Gebäude- und IAQ-Anforderungen entwickeln sich von optionalen Ausstattungen zu institutionellen Standards

Schematische Darstellung integrierter IAQ-Überwachung und -Regelung in Gebäuden

Eine der wichtigsten Veränderungen im Jahr 2026 besteht darin, dass IAQ-Monitoring im Gebäudebereich zunehmend klarer in den Rahmen von Energieeffizienz und Innenraumumweltqualität eingebunden wird. Die offizielle Seite der Europäischen Kommission zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden weist darauf hin, dass Gebäude in der EU rund 40 % des Energieverbrauchs und etwa 50 % des Erdgasverbrauchs ausmachen. Darüber hinaus entfallen in europäischen Haushalten rund 80 % des Energieeinsatzes auf Heizung, Kühlung und Warmwasser. Für die Gebäudebranche bedeutet dies, dass Innenraumluftqualität nicht länger nur als Komfortparameter betrachtet wird, sondern eng mit Energieeffizienz, HVAC-Regelung und dem Management technischer Gebäudesysteme verbunden ist. [5]

Diese Entwicklung verändert unmittelbar die Produktdefinition von Luftsensoren. Der Gebäudemarkt der Zukunft benötigt nicht mehr nur ein Einzelgerät, das einen Messwert anzeigt, sondern Sensorknoten, die in Gebäudeleitsysteme integriert werden können, langfristig stabil arbeiten und Kalibrierung sowie Instandhaltung unterstützen. Das ASHRAE-Positionspapier Indoor Carbon Dioxide aus dem Jahr 2025 betont, dass Sensorspezifikation, Einbauort und Kalibrierung zentrale Voraussetzungen für die korrekte Interpretation von CO₂-Daten im Innenraum sind. Der Wettbewerb der Zukunft entscheidet sich daher nicht nur über das Messprinzip, sondern ebenso über Integrationsfähigkeit und Systemkompetenz. [3]

Gebäudetrend Öffentliche Grundlage Ableitbare Produktanforderung
Verknüpfung von IAQ und Energieeffizienz Der EU-Rahmen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden betont den Zusammenhang zwischen Gebäuden, technischen Systemen und Innenraumumweltqualität[5] Sensoren müssen in HVAC-, BMS- und Lüftungssteuerungen integrierbar sein
Professionelleres CO₂-Verständnis ASHRAE hebt die Bedeutung von Leistung, Einbauort und Kalibrierung hervor[3] Sensoren müssen nicht nur Daten liefern, sondern auch interpretierbar, verifizierbar und wartbar sein
Wissenschaftlich fundierte Platzierung gewinnt an Bedeutung Die EPA veröffentlicht Leitlinien zur Platzierung und Installation von Luftsensoren[4] Raumbezogene, zonenbezogene und wandmontierte bzw. vernetzte Integrationslösungen gewinnen an Wert

III. Zweite Hauptlinie: Der IAQ-Markt wächst weiter – der Mehrwert verlagert sich jedoch vom Anzeigen von Messwerten hin zu geschlossenen Regelkreisen

Öffentliche Zusammenfassungen von Marktstudien deuten darauf hin, dass der Markt für Luftqualitätsüberwachung weiterhin mit moderatem Tempo wächst. Fortune Business Insights prognostiziert, dass der globale Markt für Indoor Air Quality Monitoring Systems von USD 2,33 Mrd. im Jahr 2025 auf USD 4,32 Mrd. bis 2034 anwachsen wird. MarketsandMarkets geht für den breiter gefassten Markt der Air Quality Monitoring Systems von einem Wachstum von USD 4,9 Mrd. im Jahr 2023 auf USD 6,9 Mrd. bis 2028 bei einer CAGR von 7,0 % aus. Diese beiden Angaben stammen aus kommerziellen Drittquellen mit unterschiedlicher Marktabgrenzung, weisen jedoch in dieselbe Richtung: Die Branche befindet sich nicht in einer Stagnationsphase. [8][9]

Marktdefinition Ausgangsvolumen Zielvolumen CAGR Anmerkung
Indoor Air Quality Monitoring System (Fortune Business Insights) 2025: USD 2.33B[8] 2034: USD 4.32B[8] Auf der Seite angegeben: CAGR 2026–2034 von 7,27 %[8] Fokus stärker auf Innenraumluftqualitäts-Monitoringsysteme
Air Quality Monitoring System (MarketsandMarkets) 2023: USD 4.9B[9] 2028: USD 6.9B[9] 7,0 %[9] Breiter gefasste Definition mit größerem AQMS-Umfang

Die eigentliche Branchenveränderung liegt jedoch nicht mehr in der Frage, ob ein Sensor installiert ist, sondern ob er Teil einer wirksamen Regelungslogik wird. Der EPA-Leitfaden zur Platzierung und Installation von Luftsensoren unterstreicht, dass die Sensorposition die Repräsentativität der Daten maßgeblich beeinflusst. Lokale Luftströme, punktuelle Emissionsquellen und nicht repräsentative Einbauorte müssen daher berücksichtigt werden. Für die Industrie bedeutet das: Künftige High-Value-Produkte zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie messen, sondern dass sie am richtigen Ort messen und Lüftung, HVAC, Luftreinigung oder Alarmsysteme gezielt ansteuern können. [4]

IV. Dritte Hauptlinie: Regulierungen machen die Kältemittelleckageerkennung zu einem neuen Wachstumstreiber

Trenddarstellung zu A2L- und Kältemittelleckageerkennung

Während IAQ vor allem einer Logik aus Gesundheit und Energieeffizienz folgt, steht die Detektion von Kältemittelleckagen für stark regulierungsgetriebenen Bedarf und technische Notwendigkeit. Die im Federal Register veröffentlichte EPA-Final Rule aus dem Jahr 2024 zeigt, dass für Anlagen mit einer Füllmenge von 15 lbs oder mehr, die HFCs oder Ersatzstoffe mit einem GWP von über 53 einsetzen, die entsprechenden Anforderungen an Leckage-Reparatur erweitert wurden. Darüber hinaus gelten für bestimmte Anlagen mit 1.500 lbs oder mehr Vorgaben für automatische Leckageerkennungssysteme. [6]

Diese Entwicklung spiegelt sich bereits in Unternehmensveröffentlichungen wider. Sensirion erklärt in seiner Halbjahresmitteilung 2025 ausdrücklich, dass das Wachstum im ersten Halbjahr im Wesentlichen vom anhaltenden Ramp-up von A2L leakage sensors für Klimasysteme in den USA getragen wurde. Auch im Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2025 wird hervorgehoben, dass A2L-Leckagesensoren für US-Klimaanlagen zu den wichtigsten einzelnen Wachstumstreibern des Neugeschäfts zählen. Für die Marktbeobachtung sind solche Angaben besonders relevant, da sie näher an realen Auftragsstrukturen liegen als generische Marktprognosen. Sie deuten darauf hin, dass die Leckageerkennung für Kältemittel bzw. A2L-Anwendungen die Phase der tatsächlichen Volumensteigerung erreicht hat. [7][12]

Regulatorisches / unternehmerisches Signal Kernaussage Branchenausrichtung
EPA Final Rule Anlagen ab 15 lbs mit HFC bzw. Ersatzstoffen und GWP > 53 fallen unter den relevanten Leckage-Reparaturrahmen; für bestimmte Anlagen ab 1.500 lbs ist automatische Leckageerkennung vorgeschrieben[6] Die Nachfrage nach Kältemittelleckageerkennung entwickelt sich von einer Option zu einer Compliance-Anforderung
Sensirion 2025 H1 Wachstum wurde vor allem vom Ramp-up der A2L-Leckagesensoren im US-HVAC-Markt getragen[7] Regulierungsdruck wurde bereits substanziell in Aufträge umgewandelt
Sensirion Gesamtjahr 2025 Einer der wichtigsten einzelnen Wachstumstreiber 2025 war die Expansion des A2L-Leckagesensorgeschäfts für US-Klimasysteme[12] Das Segment verfügt über nachhaltiges Potenzial und ist kein kurzfristiger Sondereffekt

V. Vierte Hauptlinie: CO₂ bleibt ein Schlüsselindikator – das Branchenverständnis wird jedoch deutlich professioneller

CO₂ wird auch im Jahr 2026 einer der zentralen Indikatoren der Luftsensorbranche bleiben. Gleichzeitig ist das fachliche Verständnis heute deutlich differenzierter als in der Vergangenheit. Das ASHRAE-Positionspapier 2025 weist darauf hin, dass der in der Version von Standard 62 aus dem Jahr 1989 genannte Wert von 1000 ppmv in späteren Fassungen wieder entfernt wurde. Daraus folgt, dass CO₂ eher als Proxy für Lüftungswirksamkeit, nutzerbedingte Emissionen und Demand Controlled Ventilation verstanden werden sollte – nicht als universelle gesundheitliche Grenzlinie. [3]

Für die Branche ergeben sich daraus zwei direkte Konsequenzen. Erstens wird der CO₂-Sensor nicht an Relevanz verlieren, sondern aufgrund seiner guten Interpretierbarkeit, Steuerbarkeit und Integrationsfähigkeit weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Zweitens verschiebt sich der Wettbewerb von der Frage, ob CO₂-Daten verfügbar sind, hin zu der Frage, wo diese Daten erfasst werden, wie präzise sie sind und ob sie in eine Demand-Controlled-Ventilation-Logik eingebunden werden können. Der eigentliche Mehrwert liegt somit künftig weniger in einem Display mit Messwertanzeige als in CO₂-Monitoring-Lösungen, die als raumbezogene Knotenpunkte in geschlossene Gebäude- oder Raumregelkreise integriert werden. [3][4]

VI. Fünfte Hauptlinie: Auf dem chinesischen Markt verlagern sich die Treiber von allgemeiner Umweltverbesserung hin zu Standard-Upgrades und präziserem Monitoring

Ein besonders klares Signal des chinesischen Marktes im Jahr 2026 ist die weitere Verschärfung relevanter Standards. Das Ministerium für Ökologie und Umwelt erwähnte in einer Pressekonferenz vom Februar 2026, dass der landesweite PM2.5-Jahresmittelwert von 68 μg/m³ im Jahr 2013 auf 28 μg/m³ im Jahr 2025 gesunken ist. Gleichzeitig zeigen öffentliche Konsultationsdokumente und Umsetzungsinformationen, dass in der überarbeiteten zweiten Phase ab 2031 der sekundäre Jahresgrenzwert für PM2.5 auf 25 μg/m³ abgesenkt werden soll. [10][11]

Für die Branche bedeutet dies nicht nur eine Modernisierung von Umweltmessstationen, sondern allgemein eine steigende Nachfrage nach Monitoring, das feinere Partikel, höhere Messfrequenzen und einen stärkeren Automatisierungsgrad abdeckt. Bereits im Januar 2026 hat das Ministerium zudem den Standard HJ 1438—2026 für automatische PM2.5-Messsysteme zur Bestimmung von organischem und elementarem Kohlenstoff freigegeben. Dieser tritt am 1. April 2026 in Kraft und verdeutlicht, dass sich das Umweltmonitoring kontinuierlich in Richtung Automatisierung, Standardisierung und höherer Präzision entwickelt. [13]

Signal aus dem chinesischen Markt Öffentliche Daten / Norm Ableitbare Bedeutung
Kontinuierlicher Fortschritt in der Luftreinhaltung PM2.5-Jahresmittelwert: 68 μg/m³ (2013) → 28 μg/m³ (2025)[10] Die Branche tritt in eine Phase präziserer Messungen ein; reine Grobsteuerung reicht nicht mehr aus
Weitere Verschärfung der Luftqualitätsstandards GB 3095—2026: In Phase 2 gilt ab 2031 ein sekundärer PM2.5-Jahresgrenzwert von 25 μg/m³[11] Die Anforderungen an Datenqualität, Langzeitstabilität und hochwertige Messsysteme steigen weiter
Ausbau automatisierter Messsysteme HJ 1438—2026 tritt am 2026-04-01 in Kraft[13] Quellenanalyse von Partikeln und Monitoring feinerer Parameter gewinnen an Relevanz
Grundlage für Innenraumluftstandards Im öffentlich zugänglichen Text von GB/T 18883-2022 beträgt der 1h-Mittelwertgrenzwert für CO₂ 0,10 % (1000 ppm)[14] Für gesundheitsbezogene Innenraumanwendungen bestehen weiterhin klare normative Grundlagen

VII. Sechste Hauptlinie: Die Gewinner der Zukunft sind nicht zwingend die technologisch fortschrittlichsten Einzelprinzipien – sondern die vollständigsten Szenarienlösungen

Im Jahr 2026 lässt sich die Entwicklung der Branche kaum noch allein über ein einzelnes Messprinzip erklären. Die Bewertungsmaßstäbe unterscheiden sich je nach Anwendung deutlich: In Gebäuden und Lüftungssystemen stehen CO₂, Temperatur, Feuchte, PM, VOC, Multisensorik und die Kopplung an Regelungslogiken im Vordergrund. Bei der Kältemittelleckageerkennung zählen Selektivität für spezifische Gase, niedrige Fehlalarmraten, regulatorische Eignung und Sicherheit. In der Umweltmesstechnik wiederum sind Langzeitstabilität, Kalibrierbarkeit, Datenrückverfolgbarkeit und vernetzte Bereitstellung entscheidend. [3][4][13]

Die eigentliche Trennlinie der Luftsensorbranche im Jahr 2026 verläuft daher nicht zwischen Unternehmen, die Sensoren herstellen können, und solchen, die es nicht können, sondern zwischen Unternehmen, die Sensorik in vollständige Anwendungssysteme überführen können, und jenen, die darauf beschränkt bleiben, Einzelkomponenten anzubieten. Öffentliche Trenddaten sprechen dafür, dass die wettbewerbsfähigsten Anbieter zugleich über vier Fähigkeiten verfügen: serientaugliche Hardwarekompetenz, Kompetenz in der korrekten Sensorplatzierung, Integrationsfähigkeit in Steuerungssysteme sowie schnelle Produktanpassung an regulatorische Veränderungen. Der Wettbewerb verschiebt sich damit zunehmend von der Einzelkomponente hin zu Plattformen, Modulen und Gesamtlösungen. [4][6][7]

VIII. Fazit: 2026 ist für die Luftsensorbranche kein punktueller Hype, sondern eine Phase systemischen Wachstums

Insgesamt zeigt sich, dass die Luftsensorbranche im Jahr 2026 nicht von einem einzelnen Trendthema getragen wird, sondern durch das Zusammenspiel von Gesundheitsanforderungen, regulatorischen Veränderungen, Energieeffizienzzielen und technischer Umsetzungsfähigkeit wächst. Der Markt für Innenraumluftqualität expandiert weiter, IAQ-Monitoring in Gebäuden wird institutioneller, die Kältemittelleckageerkennung gewinnt unter dem Einfluss regulatorischer Vorgaben spürbar an Bedeutung, und auch Chinas Umweltstandards sowie automatische Monitoring-Systeme entwickeln sich kontinuierlich weiter. [5][6][8][10][13]

Für Unternehmen ist deshalb nicht mehr allein entscheidend, was ein Sensor messen kann, sondern ob er am richtigen Ort mit der richtigen Genauigkeit eingesetzt wird, sich in Systeme integrieren lässt und auch unter sich verändernden regulatorischen und normativen Rahmenbedingungen nachhaltig Wert schafft. Genau daran entscheidet sich, ob ein Anbieter im Wettbewerb auf Bauteilebene verbleibt oder in den Wettbewerb auf Plattform- und Systemebene eintritt. [3][4]


Quellenverzeichnis

Hinweis: Die nachfolgenden Links sind in der Reihenfolge ihrer Nennung im Text aufgeführt. Dieser Beitrag priorisiert offizielle Institutionen, Normungsorganisationen und öffentliche Unternehmensangaben. Angaben zur Marktgröße basieren auf öffentlich zugänglichen Zusammenfassungen von Drittanbietern und sollten unter Berücksichtigung unterschiedlicher Abgrenzungen interpretiert werden.

  1. EPA, The Inside Story: A Guide to Indoor Air Quality. https://www.epa.gov/indoor-air-quality-iaq/inside-story-guide-indoor-air-quality
  2. EPA, Indoor Air Quality (IAQ). https://www.epa.gov/indoor-air-quality-iaq
  3. ASHRAE, Position Document on Indoor Carbon Dioxide (approved 2025-02-12 revision). https://www.ashrae.org/file%20library/about/position%20documents/pd-on-indoor-carbon-dioxide-english.pdf
  4. EPA, Guide for Siting and Installing Air Sensors. https://www.epa.gov/air-sensor-toolbox/guide-siting-and-installing-air-sensors
  5. European Commission, Energy Performance of Buildings Directive. https://energy.ec.europa.eu/topics/energy-efficiency/energy-performance-buildings/energy-performance-buildings-directive_en
  6. Federal Register / EPA, Phasedown of Hydrofluorocarbons: Management of Certain Hydrofluorocarbons and Substitutes Under the American Innovation and Manufacturing Act of 2020, 2024 final rule. https://www.federalregister.gov/documents/2024/10/11/2024-21967/phasedown-of-hydrofluorocarbons-management-of-certain-hydrofluorocarbons-and-substitutes-under-the
  7. Sensirion, Strong growth and significantly higher profitability in the first half of 2025. https://sensirion.com/company/news/press-releases-and-news/article/strong-growth-and-significantly-higher-profitability-in-the-first-half-of-2025-outlook-for-the-full-year-confirmed
  8. Fortune Business Insights, Indoor Air Quality Monitoring System Market Size, Share [2034]. https://www.fortunebusinessinsights.com/indoor-air-quality-monitoring-system-market-113784
  9. MarketsandMarkets, Air Quality Monitoring System Market / press release summary. https://www.marketsandmarkets.com/PressReleases/air-quality-monitoring-equipment.asp
  10. Ministerium für Ökologie und Umwelt der Volksrepublik China, Protokoll der regulären Pressekonferenz im Februar 2026, 2026-02-28. https://www.mee.gov.cn/ywdt/xwfb/202602/t20260228_1145067.shtml
  11. Ministerium für Ökologie und Umwelt der Volksrepublik China, Erläuterung zum Entwurf der Norm „Ambient Air Quality Standard“ (Revision von GB 3095—2012) / öffentliche Dokumente; sowie Informationen zur Normenumsetzung. https://www.mee.gov.cn/xxgk2018/xxgk/xxgk06/202512/W020251216596856783730.pdf
    https://www.mee.gov.cn/ywgz/fgbz/bz/
  12. Sensirion, Strong revenue and profitability growth amid challenging markets, underlining Sensirion’s resilience and reinforced momentum for long-term strategic growth, 2026-03-10. https://sensirion.com/company/news/press-releases-and-news/article/strong-revenue-and-profitability-growth-amid-challenging-markets-underlining-sensirions-resilience-reinforced-momentum-for-longterm-strategic-growth
  13. Ministerium für Ökologie und Umwelt der Volksrepublik China, Technische Anforderungen und Prüfverfahren für automatische PM2.5-Messsysteme (thermisch-optische Korrekturmethode) für organischen und elementaren Kohlenstoff, HJ 1438—2026. https://www.mee.gov.cn/ywgz/fgbz/bz/bzwb/dqhjbh/xgbz/202601/t20260129_1142940.shtml
  14. Öffentlich zugänglicher Text der GB/T 18883-2022 Indoor Air Quality Standard. https://www.ndcpa.gov.cn/jbkzzx/c100201/1666357812062392320/ZgwODgwF.pdf